Thüringen 2023 ff.

Ausbau-Stellung

31.08. Weimar. Viele schauen in dieser Stadt vor allem zurück, in die Geschichte. Den Touristen werden Ausstellungen präsentiert zu „Dichter und Denker“, zur Bauhaus-Moderne oder auch zu Zeugnissen der NS-Zeit. Doch es gibt auch den Blick nach vorne, in die nahe Zukunft. Darum bemüht sich insbesondere die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen. Diese verfolgt offene Fragestellungen (wie sie auch entlang des Denkweges immer wieder auftauchen): „Wie verändern sich Städte, Dörfer und Landschaften in Zeiten von Klimawandel und der Urbanisierung von Lebensstilen? Was bedeuten Globalisierung und Digitalisierung für die Raumentwicklung und die Lebensentwürfe? Welche neue Verbindungen zwischen Stadt und Dorf, Siedlung und Landschaft, Mensch und Natur müssen entwickelt werden, um dem demografischen Wandel zu begegnen und mit Ressourcen sparsam und nachhaltig umzugehen?“ (IBA Thüringen; Faltblatt Stadtland Sommer 2015)

Mehr als die Hälfte der insgesamt etwa zwei Millionen Thüringer Bürger leben in Gemeinden unter tausend Einwohnern. Da ist es nur folgerichtig, wenn die IBA mittels neuer „Stadt-Land-Allianzen“ Antworten auf diese Fragen zu entwickeln versucht und diese im Zeitraum bis 2023 modellhaft umsetzen möchte. Während meiner Wanderung sind mir die Herausforderungen ständig begegnet (nicht nur in Thüringen): Orte ohne Läden, ohne Gaststätten etc., aber mit viel Leerstand. Am Rande solcher Orte stößt man nicht selten auf einen Agrar-Großbetrieb, der mitten in Thüringen zum Beispiel Milch für „Bayernland“ produziert. Oder man kommt durch Eigenheim-Baugebiete, in denen die Doppelgaragen fast so viel Grundfläche beanspruchen wie die eigentlichen Häuser.

image image image image image Bayernmilch

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