Begegnung im Regen

Ich habe den Norden von Siegen erreicht. Es wirkt hier wenig einladend und ich möchte ohnehin gerne noch ein paar Kilometer gehen, etwas Strecke machen. Allerdings wird das Wetter zusehends schlechter. Na, ich riskiere es. Kaum habe ich Siegen hinter mir gelassen, wechselt der Nieselregen ziemlich plötzlich in starken Regen. Ich flüchte mich in einen jungen, dichten Fichtenwald, um dort unterzustehen. Noch ist der Boden trocken, was sich aber bald ändert. Überall tropft es jetzt.

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Wahnbachtalsperre

Absperrung Wahnbachtalsperre

Bislang verlief die Strecke weitgehend durch Ebenen und die einzigen Berge waren die künstlichen Halden. Doch ab heute wird es anders. Ab jetzt wird es auf und ab gehen durch sehr ländliche Gegenden. Nach zwei Wochen Gehen spüre ich das erste Mal ein paar „Wehwehchen“ an den Füßen. Und zum ersten Mal ist es heiß. Doch wenn es nicht schlimmer wird, ist alles gut. Kein Grund zu irgendeiner Klage! Besondere Attraktionen stehen für die nächsten Tage erst einmal keine auf dem Plan. Es gilt also, dem Zufall seine Chance einzuräumen.
Gestern wanderte ich durch die Wahner Heide und heute nun, von Altenrath kommend, stoße ich auch noch auf die Wahnbachtalsperre; In der Kurzform lautet der Name nur: „Wahn-Sperre“! Klingt ja allmählich gefährlich, denk ich mir so. Ich wage es dennoch, setze mich zu einer Rast nahe ans Ufer. Und dann, schon nach wenigen Minuten, ertappe ich mich, wie ich in Gedanken so eine Art Doppel-Selbstgespräch mit mir führe:

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