„Permakultur ist der Versuch, einen guten Platz zum Leben zu schaffen, an dem es sowohl den Menschen als auch den Tieren und Pflanzen gut geht“ – mit diesen knappen Worten erklärt mir Frank Eichler seine Philosophie. Er gründete zusammen mit seiner Frau Lucia Volk den Permahof in Hohburkersdorf (einem Ortsteil von Hohnstein). Ein wichtiges Standbein und zentrales Anliegen des Permahofs ist die Umweltbildung, beispielsweise für Schülergruppen aus Berlin und anderen Großstädten. Nicht selten kommt es dabei vor, dass Jugendliche während ihrem Aufenthalt zum ersten Mal in ihrem Leben einen Wald erleben oder auch ein Schüler ein Rapsfeld nicht als solches erkennt. Insbesondere die Begegnung mit Tieren ist hierbei auch wichtig: Alpaka, Lama, Esel und zwei Wollschweine sind die Stars auf dem Permahof.

Ich übernachte in einem umgerüsteten Bauwagen. Ohne elektrisches Licht und ohne Stromanschluss wird es hier sehr schnell sehr ruhig, nur die beiden Schweine sind gelegentlich noch zu hören. Nach der anstrengenden, aber fantastischen Tagesetappe durch die Schluchten des Elbsandsteingebirges ist das hier genau das Richtige. Noch nie auf meiner Wanderung war ich so weit außerhalb der gewohnten Welt wie in dieser Nacht. So wurde es doch noch eine Fernreise.

